Wussten Sie schon…

… dass unser Pflege- und Behindertenzentrum in Rauschenbach früher ein angesehenes FDGB-Heim war?

Im Zusammenhang mit dem Bau der Talsperre (1960-1968) wurde in Rauschenbach eine Unterkunft, für die am Bau beteiligten Arbeiter, errichtet. Im November 1962 waren die Bauarbeiten soweit fertiggestellt, dass die ersten Kollegen dort Einzug halten konnten. Nach Bauende entstand durch Umbau eines der seinerzeit modernsten Erholungsheime des FDGB der DDR. Am 28. Juni 1968 wurde das FDGB Ferienheim „Paul Gruner“ mit einer Kapazität von 380 Betten eingeweiht. Zwischen 1968 und 1990 beherbergte es weit über 200.000 Urlauber.

Nach der Wende 1989/1990 wurde die Immobilie via Treuhand von Rita Münch gekauft. Ab 01. Juli 1992 erhielt Rita Münch die Erlaubnis das umgebaute und modernisierte Haus als Pflegeheim zu führen. Sie achtete darauf, dass die Ausstattung der Einrichtung den psychisch kranken Menschen gerecht wird. Auf jeder Etage entstanden modern eingerichtete Pflegebäder und Dienstzimmer. Das Regierungspräsidium Chemnitz hatte nach einigem Hin und Her im Dezember 1992 die Betriebserlaubnis für das Objekt erteilt und erst im Februar 1993 wurde Frau Münch die Erlaubnis zur Aufnahme von Bewohnern erteilt. Am 05. März 1993 wurde das Pflegeheim feierlich eröffnet. Damals hatten 154 Menschen ein neues Zuhause gefunden. Am Anfang standen den Bewohnern neben den Aufenthaltsräumen in den Etagen ein großer Speisesaal, eine Cafeteria und eine Bibliothek zur Verfügung.

Um die Wohnbedingungen der Bewohner zu verbessen und die Individualität zu unterstützen, wurde im August 2005 der Bau des Hauses 2 begonnen. Nachdem das Fundament fertig war, rollten viele LKWs mit großen Modulen an, welche in kürzester Zeit übereinandergesetzt wurden. Innerhalb weniger Tage stand der komplette Neubau. Es entstanden neue, modern eingerichtete Pflegebäder, Dienstzimmer, Aufenthaltsräume, große Wohnküchen und natürlich helle und freundliche Bewohnerzimmer. Im Pflegeheim Rauschenbach gibt es nun 102 Ein- und 26 Zweibettzimmer. Am 03. November 2005 wurde Richtfest gefeiert.

Bereits wenige Monate später, am 12. Mai 2006, fand die Einweihungsfeier statt. Viele Bewohner bezogen nun ihre Zimmer, die sie sehr individuell einrichten konnten. Die treueste Mitarbeiterin, Frau Aehnelt, ist seit Januar 1993 im Pflege- und Behindertenheim beschäftigt und ab 1999 hat Sie die große Verantwortung als Einrichtungsleiterin übernommen.

„Meine Tätigkeit als Leiterin des gesamten Hauses, stellt jeden Tag neue Herausforderungen an mich. Gemeinsam mit allen
Mitarbeiten, sehen wir unsere Aufgabe darin, für unsere Bewohnerinnen und Bewohner ein Optimum an Lebensqualität und Lebenszufriedenheit zu gewährleisten“ so Frau Aehnelt.

In den darauffolgenden Jahren wurde sehr viel modernisiert und auch umgebaut. So wurde von November 2016 bis März 2018 der „Altbau“ saniert. Im Jahre 2018 wurde neben der Küche im Außenbereich eine große Zisterne in die Erde eingesetzt, um Feuerlöschwasser zu speichern. 2019 wurde im Foyer ein behindertengerechter Plattform Aufzug von „LiftTec“ eingebaut, sodass es auch den gehbehinderten Bewohnerinnen und Bewohner möglich wurde in den Speiseraum oder in die Cafeteria zu gelangen. Aktuell wohnen 130 Bewohnerinnen und Bewohner im Pflege- und Behindertenheim Rauschenbach. Für Ihr Wohl sorgen zurzeit 112 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Manuela Wenzel
Hauptverwaltung Stiftung Münch