Sexualprojekt im Behindertenzentrum Frauenstein

In der Behindertenarbeit leider oft noch ein Tabuthema, jedoch nicht im Behindertenzentrum Frauenstein! Was 2016 in der Wohngruppe 2 begann, wird nun gruppenübergreifend fortgesetzt. Das Sexualprojekt im Behindertenzentrum Frauenstein!

Dies sind Grundbedürfnisse, welche schon im Kindesalter auftreten werden. Auch Schlagwörter wie „Toleranz“, „Akzeptanz“ und „Gleichberechtigung“ sollen das gemeinschaftliche Zusammenleben prägen. Und dennoch stoßen Menschen auf Grenzen, deren geschlechtliche – sexuelle Identitäten nicht mit dem gesellschaftlichen „Idealbild“ übereinstimmen.

Zu Beginn ist es wichtig, dass man sich selbst erst einmal kennenlernt und so stellten sich die Bewohner die Frage:

• Wer bin ich?
• Was mag ich und was mag ich nicht?
• Oder auch wie sehe ich eigentlich aus?

Gerade Menschen mit einer geistigen oder mehrfach Behinderung fällt es schwer, Gefühle, Bedürfnisse, Verlangen und Wohlbefinden kundzutun. Sexualität gehört neben Essen und Schlafen zu eines der ersten Grundbedürfnisse des Menschen. Nur wenn ich satt oder sexuell befriedigt bin, fühle ich mich wohl und kann mich um andere Dinge, die in meinem Leben eine Rolle spielen, kümmern.

Verschiedene Themen werden hierbei erörtert. Angefangen von Begriffsdefinitionen, bis hin zur Verhütung. Dabei ist vor allem eins wichtig: das man sich nicht schämen muss und das auch niemand ausgelacht wird, es wird nur miteinander gelacht.

In diesem Sinne auf ein spannendes, gesprächsintensives Jahr 2019.