NEU: Deeskalationstraining in der Stiftung Münch

Neben vielen Fortbildungsmöglichkeiten wie Praxisanleiter, Pflegedienstleitung, Qualitätsmanagementbeauftragten oder auch Sicherheitsbeauftragten bieten wir jetzt auch Deeskalationstraining für unsere Mitarbeiter an. Wir fördern damit ein entspanntes Klima in den Einrichtungen. Dieses Jahr beendeten vier Deeskalationstrainer ihre Weiterbildung und geben nun ihr Wissen in den Häusern weiter.

Vom 5. bis zum 7. Juli fand im Behindertenzentrum Frauenstein ein 3-tägiger Basiskurs statt. Neben theoretischen Grundlagen wurden persönliche Sicherheitstechniken vermittelt und gefestigt. „Das Einwickeln in eine Decke (s. Bild), ist eine Maßnahme zur Beruhigung“, daneben gibt es noch einige andere Techniken. Aber In erster Linie ist es wichtig, Konflikte zu vermeiden, dafür muss das eigene Verhalten und das des Bewohners richtig reflektiert werden.“ berichten die frischgebackenen Deeskalationstrainer Eric Schaarschmidt & Norman Langer aus Frauenstein.

Deeskalationstrainer

Was ist Deeskalation und warum ist diese Ausbildung für Mitarbeiter in Pflege- und Behindertenheimen wichtig?
Deeskalation ist das Erkennen und Verhindern von Konflikten. Gerade in sozialen Einrichtungen, wo viele Menschen mit unterschiedlichen Krankheitsbildern gemeinsam zusammenleben, entstehen häufiger Konflikte unter den Bewohnern oder gegenüber den Pflege- und Betreuungskräften. Diese Konflikte können verbal in Form von Beleidigungen und Beschimpfungen sein oder auch in aggressiveren, tätlichen Übergriffen auftreten.

Wie kann der Deeskalationstrainer einen Konflikt verhindern?
Aufgabe des Deeskalationstrainers ist es, am Aufbau eines professionellen innerbetrieblichen Deeskalationsmanagements mitzuwirken und die Beschäftigten des eigenen Unternehmens im Umgang mit herausfordernden oder aggressiven Verhaltensweisen zu schulen.

Was können Schulungsinhalte beim Deeskalationstraining sein?
In der Schulung bekommt man Grundsicherheitsregeln beigebracht. Es gibt verschiedene Modelle wie man einen Konflikt vorbeugen kann, sich während des Konflikts korrekt verhält, bishin zur Konfliktlösung (Präventionsmodell, Konfliktverlaufsmodell, Konfliktlösungsstrategien). Des Weiteren lernt man persönliche Sicherheitstechniken, die bei Übergriffen durch Bewohner anzuwenden sind. Wichtig ist auch der Einsatz von Körpersprache und Stimme. Unseren Teilnehmern wurde auch gezeigt, auf was zu achten ist, wenn ein tätlicher Übergriff auf eine Pflegekraft stattfindet.

Welche Ziele möchten wir mit dem Deeskalationstrainern in unseren Einrichtungen erreichen?

  • Aufrechthaltung der Handlungsfähigkeit der Mitarbeiter in direkten Gewaltsituationen
  • Angstfreies Arbeiten
  • Vermittlung/Verbesserung der Fähigkeit deeskalativ tätig zu werden
  • Verbesserung der Fähigkeiten zur Früherkennung potentieller Gewaltsituationen
  • Verbesserung der Fähigkeiten des Aufstellens einer Zielhierarchie, bezogen auf das Handeln in direkten Gewaltsituationen
  • Verbesserung der Kommunikation im Team und der Zusammenarbeit des Teams
  • Verbesserung der vorhandenen Kompetenzen