Mitarbeiter meistern den wohl „härtesten Spaziergang der Welt“!

5895m ist der Kilimandjaro hoch und der höchste Berg Afrikas. Er liegt in Ostafrika, Tansania, im Kilimandjaro-Nationalpark und wurde 1889 das erste Mal bis zum Gipfel bestiegen. Zwei unserer Mitarbeiter reisten im Januar 2020 nach Tansania, um in 8 Tagen den Kilimandjaro zu erklimmen. Karin Aehnelt und Manuela Heinrich berichteten ausführlich von ihren „Spaziergang“. 

Warum habt ihr euch ausgerechnet den Kilimanjaro ausgesucht?
Für uns beide war es schon immer ein Traum, mal einen sogenannten „Sechstausender“ zu besteigen. Der Kilimanjaro ist ein markanter Punkt für uns beide gewesen, der auf jeden Fall eine Reise nach Afrika wert ist. Den Knackpunkt zu unserer Entscheidung gab der Film „Die stille Revolution“ von Bodo Janssen und seiner Szene im Film „Tour des Lebens“, als die Upstaltsboomer sich auf den Weg zum Kilimandscharo machten.

Wie speziell habt ihr euch auf den „Spaziergang“ vorbereitet?
Die Vorbereitungen begannen für uns schon ein Jahr, bevor wir dem Kilimanjaro endlich näher kamen. Für die Besteigung ist eine überdurchschnittliche Kondition Grundvoraussetzung. Jeder bereitete sich zum Großteil selber darauf vor und absolvierte verschiedene Wanderungen oder kleinere Bergtouren – zugleich lief man auch die neuen Wanderschuhe mit ein. Das Internet gab uns dann noch die feinen Tipps, auf welche Wetterkapriolen man sich einstellen muss, wie man mit der Höhenveränderung umgeht, welches Gewicht unser Rucksack haben darf u.v.m.

Wie lang hat es letztendlich gedauert, bis ihr auf dem Gipfel wart?
Wir wählten die sogenannte „Lemosho-Route“, diese dauerte acht Tage und man durfte stolze 76,4 km hinter sich lassen. Am Tag der Gipfelbesteigung wurden wir 23 Uhr geweckt. Mit einem „kleinen“ Frühstück im Magen ging es um Mitternacht im Schein unserer Stirnlampen die letzten 1.245 Höhenmeter stetig bergauf Richtung Gipfel. Die Guides hatten uns vorher gut informiert über Symptome der Höhenkrankheit und Tipps gegeben, wie wir auch mental den Gipfel erreichen können. Zwischen 2 und 3 Uhr wurden wir etwas müde und prompt fingen die Guides an afrikanische Lieder zu singen. Um 6:45 Uhr standen wir dann auf dem höchsten Punkt Afrikas und waren einfach nur glücklich.

Sicherlich gab es auch Verschnaufpausen zwischendurch, wie sahen die Camps aus?
Unsere Begleitmannschaft bestand aus 32 Personen (Guides, Köche, Kellner und Träger). Die gesamte Ausrüstung incl. Verpflegung wurde von einem Camp zum anderen getragen. Wenn wir eintrafen war alles schon perfekt vorbereitet und die Zelte (zum Schlafen, das Küchenzelt, das Gemeinschaftszelt und ganz wichtig, unser Toilettenzelt) standen bereit. Das Essen, unter einfachsten Bedingungen zubereitet, war sehr lecker. Es gab u. a. Broiler mit Pommes, Pizza, Teigwaren, Reis aber auch täglich Obst wie Mango, Ananas, Apfelsinen und vieles weitere.

Was war der schönste Moment auf der gesamten Tour?
Der schönste Moment war der Moment, als wir zusammen auf dem Gipfel des Kilimanjaro standen. Einfach ein unbeschreibliches Gefühl – wir hatten ein gemeinsames Ziel, seine Grenzen kennenzulernen und sie zu sprengen – dies haben wir geschafft!

Hat man da nicht Lust, direkt den nächsten Coup zu landen? Wo möchtet ihr als nächstes hin?
Sicherlich hat man jetzt „Blut geleckt“, denn Bergtouren egal wohin sind wunderschön und beeindruckend – aber bei einem Punkt sind sich beide einig, höher hinaus geht es nicht.